Homepage aktualisiert am 05.02.2015.

 

Rhede in Westfalen                         
 

 

Der Ursprung der heutigen Stadt Rhede ist in einer Bauernschaft mit vereinzelten Bauernhöfen, inmitten einer Sumpf- und Heidelandschaft zu suchen. Namentlich wurde Rhede erstmalig ca. 1050 n.Chr. in den Heberegistern des Klosters Werden an der Ruhr erwähnt, das im hiesigen Raum eine Vielzahl an Grundbesitztümern besaß. Zuerst unter den Namen Rethi bekam Rhede um 1150 n.Chr. den Namen  Rethe, eine Bezeichnung für die Sumpfpflanze Schilf (ret = Riet), welches am sumpfigen Ufergelände des Rheder Baches wuchs. Im 13. Jahrhundert wurde zum ersten Mal das Rittergeschlecht „von Rethe“ urkundlich erwähnt. Es wird vermutet, dass dieses Rittergeschlecht die erste Pfarrkirche mit dem Namen der heiligen Gudula erbauen ließ. Um diese Kirche bildete sich eine dörfliche Siedlung, die ab 1300 n.Chr. Rhede genannt wurde.

Schon 1955 vereinigten sich die Gemeinden Rhede und Altrhede, später im Jahre 1968 kam es zum Zusammenschluss der Ortsteile Büngern, Krechting, Krommert, Rhede und Vardingholt zur Gemeinde Rhede. 1975 bekam die Gemeinde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die Stadtrechte zugesprochen. Im Jahr 2011 zählt die Stadt ca.19 000 Einwohner. Im westlichenMünsterland gelegen gehört Rhede zum Landkreis Borken im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Kreisstadt Borken liegt ca. 12 km östlich von Rhede. Unsere Nachbarstadt Bocholt liegt ca. 6 km westlich von Rhede und ist mit 73.000 Einwohnern die größte Stadt im Westmünsterland. Im Norden grenzt Rhede an die Niederlande (Provinz Gelderland). Im Süden an die Gemeinde Hamminkeln (Niederrheinebene).

Ansicht aus der Kaiserzeit

 

 

Ca. 1904: Eine seltene Lithografie Karte vom Kunstverlag Max Leib aus Köln mit unterschiedlichen Motiven :Prinz Salm Salmsche Schoss / St.Gudula-Kirche / St. Vincenzius-Hospital.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruß aus Rhede um 1908

Ansicht von 1908

 

 

 

Blick von Osten in Richtung Westen bis Nordwesten vom Standort ehem. Villa Wegmann, Krechtinger Straße aus: Die Schornsteine der Textilfirmen (von links) Gebr. Wegmann sowie Büning/Wegmann & Co., etwa mittig Gebr. Essing sowie Harde & Roessing. Die Pappelbaumreihe begleitet den Rheder Bach. Ganz links Gasometer und Gaswerk (Neugründung 1906), spätere Industriestraße. Rechts, teilweise die Gudulakirche verdeckend: Gaststätte und Fuhrgeschäft Hengstermann. (Quelle: 100 Jahre Sankt Gudula Rhede 1901-2001)

 

 

 

 

Gruß aus Krechting (Rhede) um 1910 

 

Mehrbildkarte Krechting, gelaufen am 14.01.1911: Der Kaufmann Johann Wessels zu Wesel baute 1850 an der Stelle der Burg ein Herrenhaus. Das Haus Krechting wurde auch als „Schloss Krechting“ bezeichnet, welches samt seiner angebauten Marienkapelle im Jahr 1966 nach 116 Jahren Bestand wieder abgerissen wurde. Danach befand sich zwei Jahrzehnte lang ein Tierpark auf dem Gelände. Ansicht der „Mühle an der Aa“ in Krechting um 1910. Die Wassermühle wurde 1485 in einer Urkunde erstmals erwähnt und liegt südlich von Rhede. Die Wassermühle ist 1970 abgerissen worden.

 

 

 

 Neustraße um 1910 : Ein Foto = 2 Ansichten 

 

 

Winteransicht: Originalfoto
Winteransicht: Originalfoto
Sommeransicht: Retuschiert

 

Die Neustraße um 1910. Rechts ist die ehemalige Volksschule Rhede zu erkennen. Das Sommermotiv wurde ursprünglich mit Winteransicht verkauft. Die Schneelandschaft wurde einfach wegretuschiert (Hinweis: winterliche Kleidung, Blätter nachträglich angebracht).

 

 

Der Rheder Bahnhof 

 

Das Bahnhofsgebäude in Rhede, 1905

 

 

Das Bahnhofsgebäude in Rhede, 1936

 

Der alte Rheder Bahnhof brannte am 22. Mai 1927 vollständig nieder. Zwei Jahre später wurde der neue Bahnhof eingeweiht. Die Eisenbahnstrecke durch Rhede nannte man Baumbergebahn (Schienennetz Münster – Empel / Rees). Die Strecke Bocholt - Borken wurde in den 1990er Jahren stillgelegt und die Gleisanlagen abgebaut. 

 

Weblink: 

Kursbuchstrecke 286: Rund um den alten Bahnhof - Schienenverkehr in Rhede

http://kbs286.blogspot.de/2007/06/rund-um-den-alten-bahnhof.html
Erinnerungen und Beobachtungen von Jürgen Dreifke aus Dülmen

 

14801